Erste Ergebnisse für den zweiten Film der Ressourcenreihe: GREEN CITY LIFE

Auch bei der zweiten Filmveranstaltung der Reihe zum Thema RESSOURCEN wurde eine Umfrage zur Rezeption von Manon Turinas & François Marques‘ GREEN CITY LIFE durchgeführt. Hier werden die ersten Ergebnisse aus den Fragebögen präsentiert.

Grüne, vertikal begrünte Hochhäuser auf einer Hand gehalten; Stadtleben in Natur. Visionen der Nachhaltigkeit
I. DER FILM

GREEN CITY LIFE

Manon Turinas & François Marques | 2023 | Frankreich | 85 min | OmeU

Eine Stadt, die die Vorzüge des ländlichen Raums mit den Vorzügen der städtischen Welt verbindet. Manon und François, zwei junge Stadtbewohner, reisen um die Welt auf der Suche nach konkreten Initiativen, die die Natur zurück in die Herzen der Städte bringen.

Zwischen der Heiterkeit der grünen Wolkenkratzer Japans, der ungewöhnlichen Pilzproduktion auf einem dunklen Pariser Parkplatz oder einem verrückten kanadischen Supermarkt, der seine Produkte auf dem Dach anbaut, entdecken sie positive und zugängliche Lösungen, die bereits funktionieren.

Unterwegs treffen sie auf Menschen mit revolutionären Ideen. Indem sie all diese Lösungen miteinander verbinden, bieten sie uns ihre Vision davon, wie die schöne Stadt von morgen aussehen könnte.

II. DIE DATENERHEBUNG
GREEN CITY LIFE wurde am 20.05.2025 im Harmonie Kino Freiburg gezeigt. Die rund 80 Zuschauer:innen hatten die Wahl zwischen einem Online- und einem Papier-Fragebogen. Dabei wurden neben Einstellungen zur Rolle der ökologischen Nachhaltigkeit in Städten auch emotionale Reaktionen auf den Film abgefragt.

Der Fragebogen umfasste drei Teile: Der erste Teil wurde kurz vor der Filmvorführung ausgefüllt, der zweite Teil direkt nach dem Film. Der dritte Teil folgte nach der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Experten Prof. Dr. Peter Woias und Michael Gorki vom ICN-Projekt ZUKAMAS, die zur Gesundheit von Bäumen in Freiburg forschen.

Gruppe von Menschen sitzt in einem Kinosaal und füllt digital oder auf Papier eine Umfrage aus. Visionen der Nachhaltigkeit
III. DIE ERSTEN FORSCHUNGSERGEBNISSE

Hier folgt nun ein Einblick in die erste, deskriptive Auswertung des Fragebogens: Das sogenannte „n“ steht für die Anzahl der Personen, die die Frage beantwortet haben. Ein „n=49“ bedeutet also, dass 49 Zuschauer:innen eine Antwort abgegeben haben. Alle aufgeführten Ergebnisse sind noch unter Vorbehalt einer tiefergehenden Datenverarbeitung und -auswertung zu betrachten.

Die Erhebung zeigte, dass es bereits vor der Filmvorführung im Publikum ein sehr großes Interesse an der ökologischen Nachhaltigkeit in Städten gab. Wie Abbildung 1 zeigt, beantworteten 93,9 % der Zuschauer:innen, die an der Umfrage teilnahmen, die Frage „Wie wichtig sind Grünflächen für die Lebensqualität und die ökologische Nachhaltigkeit in Städten“ mit „sehr wichtig“ und 6,1% mit „wichtig“.

Abb. 1 „Wie wichtig sind Grünflächen für die Lebensqualität und die ökologische Nachhaltigkeit in Städten?“

Zudem zeigt Abbildung 2, dass sich 91,7% unserer befragten Zuschauer:innen, sich gerne (noch) mehr für ökologische Nachhaltigkeit an ihrem Wohnort einsetzen würden.

Abb. 2 „Würdest Du Dich gerne (noch) mehr für ökologische Nachhaltigkeit an Deinem Wohnort einsetzen?“

Wie Abbildung 3 zeigt, wurden dabei vor allem ein Mangel an Zeit (55,1%) und Bequemlichkeit (38,8%) sowie Kosten (36,7%) und eingeschliffene Gewohnheiten (34,7%) als Hindernisse genannt, um sich für mehr ökologische Nachhaltigkeit am eigenen Wohnort einzusetzen.

Abb. 3 „Wo siehst Du Hindernisse, um Dich (noch) mehr für ökologische Nachhaltigkeit an Deinem Wohnort einzusetzen?“

Besonders interessant für uns waren bei diesem Film Einstellungen zum eigenen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit des eigenen Wohnorts. Wie auf Abbildung 4 zu erkennen ist, erhöhte sich nach der Filmvorführung die Zustimmung zur Aussage „Ich selbst kann etwas dazu beitragen, dass mein Wohnort ökologisch-nachhaltiger wird.“ von 61,9% auf 78,6% („stimme zu“).Auch in dieser Erhebung haben wir wieder emotionale Reaktionen auf den Film abgefragt. Wie Abbildung 5 zeigt, gab die Mehrheit (78,7 %) der Befragten an, dass der Dokumentarfilm bei ihnen ein Gefühl von Hoffnung hervorrief. Die zweithäufigste genannte Empfindung war Tatendrang (59,6 %), gefolgt von Verbundenheit (51,1%).

Abb. 5 „Welche Emotionen hat der Film bei Dir ausgelöst?“

Ob GREEN CITY LIFE unsere Zuschauer:innen dazu angeregt hat, sich (noch) mehr für ökologische Nachhaltigkeit an eigenen Wohnort einzusetzen, wurde mit einer deutlichen Mehrheit bejaht (90,7%), wie auf Abbildung 6 zu erkennen ist.

Abb. 6 „Hat der Film Dich angeregt, Dich (noch) mehr für ökologische Nachhaltigkeit an Deinem Wohnort einzusetzen?“

Besonders wichtig im Zusammenhang mit unseren Forschungsfragen waren auch die Antworten unserer Zuschauer:innen zur Frage, ob die anschließende Diskussion einen Mehrwert hatte. Abbildung 7 zeigt, dass 81,3% der Zuschauer:innen angaben, dass dies der Fall war. Dieser hohe Wert stützt unsere Annahme, dass es sinnvoll sein kann, Dokumentarfilme zu Nachhaltigkeitsthemen in Kombination mit einer anschließenden Diskussion mit Expert:innen anzubieten.

Abb. 7 „Hatte die anschließende Diskussion einen Mehrwert für Dich?

 

IV. FAZIT

Zusammenfassend hat die Auswertung gezeigt, dass der Film  GREEN CITY LIFE vor allem ein Gefühl von Hoffnung bei vielen unserer Zuschauer:innen auslöste in Verbindung mit Tatendrang. Der Film hatte darüber hinaus einen positiven Einfluss auf Einstellungen zur Selbstwirksamkeit beim eigenen Beitrag für einen ökologisch-nachhaltigeren Wohnort. Die anschließende Diskussion mit Expert:innen aus der Forschung hatte dabei einen Mehrwert für einen Großteil des Publikums.

Wir danken allen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben!

Im nächsten Schritt erfolgt eine vertiefende Auswertung der erhobenen Daten sowie die Erweiterung um eine Zusammenhangsanalyse. Stay tuned!