WinK
Die Klimakrise führt zu zunehmenden Hitzebelastungen in Städten, die sozial benachteiligte Menschen besonders betreffen. Daher gilt es, Hitzeanpassungsmaßnahmen (HAM) so zu entwickeln, dass sie zu einem Well-being aller Menschen beitragen und soziale Ungleichheiten, die aus einer Verschränkung von Kategorien wie Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit oder wirtschaftlichem Status entstehen, nicht verstärken, sondern verringern und dem Ziel des Klimaschutzes nicht zuwiderlaufen. Ziel des Projektes ist es, Hitzeanpassungsmaßnahmen auf Quartiersebene im „Innovationsökosystem Intersektionale Klimagerechtigkeit“ gemeinsam mit marginalisierten Gruppen so zu evaluieren und zu verbessern, dass soziale Ungleichheit verringert und ein Beitrag zu nachhaltigen Städten und Gemeinden geleistet wird. Die beteiligten Stadtverwaltungen können die Ergebnisse der Realexperimente direkt in ihre Hitzeaktionspläne integrieren und damit verstetigen, wodurch die Städte ‚neue‘ Akteure in ihre Klimaanpassungsstrategien einbinden können. Zudem führt der Vergleich der beiden Quartiere zu einem Lernen aller Akteure des Innovationsökosystems.
Projektbeteiligte
► Universität Freiburg: Prof. Dr. Tanja Mölders, Wiebke Thomas
► Karlsruher Institut für Technologie: Pia Laborgne, Dr. Richard Beecroft
► Praxispartner: Öko-Institut (Dr. Melanie Mbah), Bürgerverein Oststadt e.V. Karlsruhe, Forum Weingarten, Stadt Karlsruhe (Fachbereich Klima im Umwelt- und Arbeitsschutz), Stadt Freiburg (Klimaanpassungsmanagement)
Impact und Beiträge
| Datum | Quelle | Kurzbeschreibung | Link |
|---|---|---|---|
| Mai 2026 | Stadtteilzeitung Weingarten (S. 18) |
Weingarten ist heiß! Mach mit bei unserem Projekt zum Umgang mit Hitze in unserem Stadtteil |
zur Stadtteil-Zeitung |
| Februar 2026 | Oststadtbürger, Karlsruhe |
Rubrik: Karlsruher Transformationszentrum (KAT) /KIT (Seite 9) Information der Bürger:innen über die Projektteilnahme und Aufruf, sich zu beteiligen. |
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21.07.2026 - WinK | Workshop "Nachhaltige und klimagerechte Stadt" in Freiburg
Am 21.07.2026 fand in Freiburg der Workshop „Nachhaltige und klimagerechte Stadt“ mit Dr. Thomas Wanner von der University of Adelaide statt. Neben dem Projektteam haben auch Vertreter:innen der Stadt Freiburg, von KlimaPlus, ICLEI Europe und des Innovationscampus Nachhaltigkeit (ICN) teilgenommen.
Nach einem Input zu urbaner Klimagerechtigkeit durch WinK und einem Einblick in die Klimaanpassungsmaßnahmen der Stadt Freiburg diskutierten die Teilnehmenden in Gruppen die schon bestehenden Politiken und Instrumente für Klimaschutz und -anpassung in Freiburg hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit und erarbeiteten sie Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe für den Transformationsprozess hin zu einer klimagerechten Stadt.
Dr. Wanner stellte anschließend Nachhaltigkeits- und Klimapolitiken aus Adelaide vor. Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, dass gerechte nachhaltige Transformationen ein konsequentes Um- und Neudenken in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe, Empowerment und Ökonomieverständnisse erfordern. Die produktive Atmosphäre und das große Engagement aller Beteiligten lieferten wertvolle Impulse für das ICN-Projekt WinK.
16.07.2026 - WinK | Zweites Projekttreffen in Karlsruhe
Am 16. Juli 2026 fand das zweite Projekttreffen von WinK im Zukunftsraum der Karlsruher Oststadt statt.
Nach einer Begehung des Reallabors "Quartier Zukunft" in der Karlsruher Oststadt begann das Projekttreffen. Das Projektteam stellte die Umfrage „Umgang mit sommerlicher Hitzebelastung in der Karlsruher Oststadt/ Freiburg Weingarten“ vor, in der 47 Vereine, Kitas und Schulen sowie weitere soziale Einrichtungen, aber auch lokale Unternehmen zum Thema Hitzebelastung und Hitzeanpassung befragt wurden. Im Anschluss an den Austausch über die Ziele und Strategien in Freiburg mit anschließender Feedbackrunde wurden die aktuellen Ideen für passende Hitzeanpassungsmaßnahmen in Karlsruhe, wie z.B. ein hitzegerechtes Picknick oder hitzegerechte „Schwätzlebänke“, präsentiert. Diese sollen Orte schaffen, wo Menschen im Schatten zusammenkommen können und so das Gemeinschaftsgefühl im Quartier und der Stadt gestärkt wird.
13.06.2026 - WinK | Erster Praxis-Workshop in FR-Weingarten
Mit einem ersten Praxis-Workshop im Freiburger Stadtteil Weingarten ist das Projekt „Wege integrativer Klimagerechtigkeit“ (WinK) in die gemeinsame Arbeit mit lokalen Akteur:innen und Bewohner:innen gestartet. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Klima- und insbesondere Hitzeanpassungsmaßnahmen in Freiburg und Karlsruhe, wobei soziale Gerechtigkeit und Intersektionalität eine zentrale Rolle spielen.
An dem Workshop nahmen Vertreter:innen aus Initiativen, Vereinen und der Nachbarschaft teil. Gemeinsam diskutierten sie die Auswirkungen von Hitze im Stadtteil und tauschten Erfahrungen sowie Ideen für eine bessere Anpassung aus. Als besondere Herausforderungen wurden gesundheitliche Belastungen, versiegelte Flächen, fehlende Grün- und Schattenbereiche sowie ein mangelndes Angebot an Trinkwasserstellen genannt.
Im Rahmen des Workshops entwickelten die Teilnehmenden konkrete Maßnahmenvorschläge. Als besonders wünschenswert wurden die Kennzeichnung von Geschäften zur kostenlosen Befüllung von Trinkwasserflaschen, die Entsiegelung von Flächen sowie die Schaffung von Wasserspielelementen und Sonnensegeln auf Spielplätzen bewertet. Zu allen drei Themen bildeten sich Arbeitsgruppen, die die Ideen in den kommenden Monaten gemeinsam mit dem WinK-Projektteam weiterverfolgen werden.
Der Workshop verdeutlichte das große Engagement vor Ort und legte einen wichtigen Grundstein für die weitere Projektarbeit zur Hitzeanpassung in Weingarten. Das WinK-Team bedankt sich bei allen Beteiligten für den erfolgreichen Austausch und die zahlreichen Impulse.
02.03.2026 - WinK | Auftaktveranstaltung in Freiburg
Anfang März fand an der Universität Freiburg ein erstes Kennenlernen des Teams und der Praxispartner:innen im Rahmen des ICN-Projekts „WinK – Wege integrativer Klimagerechtigkeit“ statt. Neben der Projektvorstellung wurden Ideen und Erwartungen an das Projekt ausgetauscht sowie die nächsten Schritte geplant. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre und die Zusammenarbeit war von effektivem Arbeiten, kreativen Ideen und Motivation geprägt. In den nächsten Monaten werden sowohl in Karlsruhe als auch in Freiburg weitere Treffen und Workshops stattfinden, um partizipativ Bedarfe und Ideen für Hitzeanpassungsmaßnahmen zu entwickeln.




