Forschungsergebnisse

Wie können Stadtbäume und Grünflächen zur Klimaanpassung am Oberrhein beitragen?
Im Kontext des Klimawandels gewinnen Stadtbäume zunehmend an Bedeutung für die Anpassung urbaner Lebensräume, während sie gleichzeitig immer stärker von Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit betroffen sind. Während der Projektlaufzeit wollte das Projekt ZUKAMAS („ZUkunftsorientiertes KlimAwandel-Management für Städtische Grünflächen“) herausfinden, wie Stadtbäume und Grünflächen entlang des Oberrheingrabens zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können.
Ziel der Forschung war es, mithilfe modernster Sensoren, molekularer Analysen, Baumring-Untersuchungen und Computermodelle einzelner Bäume Hinweise zu ermitteln, die gezielte und ressourcenschonende Maßnahmen für Stadtbäume ermöglichen. So sollen ihre Gesundheit und Funktion langfristig gesichert werden – zum Nutzen sowohl der städtischen Natur als auch der Stadtbevölkerung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Identifikation von Baumarten für den urbanen Raum, die besonders gut an den Klimawandel angepasst sind, die Artenvielfalt fördern und von der Gesellschaft akzeptiert werden. Auf dieser Basis sollten konkrete Empfehlungen für die Stadtplanung entwickelt werden. Besonders wichtig war dabei die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadtverwaltung. Dadurch sollte das Bewusstsein für die Bedeutung von Stadtbäumen gestärkt und gleichzeitig nachhaltige Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung des Stadtgrüns entwickelt und umgesetzt werden.
Die Forschungsarbeit gliederte sich in insgesamt vier Teilprojekte, die in enger Kooperation zwischen den beteiligten Instituten umgesetzt wurden.
Projektergebnisse

Welche Arten halten dem Klimawandel stand
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Hightech für Stadtbäume
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Funktionen und Reaktionen
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Kulturelle Werte urbaner Bäume
mehrZusammenfassung
Lebenswerte Städte müssen grün sein, der Anteil von Grünflächen und Bäumen muss erhöht werden, um der globalen Erwärmung, die Städte in besonderem Maße betrifft, zu begegnen. Dazu ist es wichtig, zu verstehen, wie Stadtbäume auf Klimastress wie Trockenheit und Hitze reagieren. Ebenso wird dringend umfassendes Wissen darüber benötigt, wie Bäume in der Stadt optimal sensorisch überwacht werden, wie sie zu pflegen sind, welche Baumarten in Städten vor dem Hintergrund des Klimawandels jetzt angepflanzt werden können und wie die Stadtbevölkerung über den Mehrwert von Stadtgrün informiert werden kann.
Das Projekt ZUKAMAS hat diese Fragen mit Hilfe eines interdisziplinären und multidisziplinären Ansatzes adressiert:
- Dendroökologische und molekularbiologische Untersuchungen an Stadtbäumen wurden durchgeführt, um deren Stresshistorie und den aktuellen Klimastress zu erfassen, dem Stadtbäume ausgesetzt waren oder sind.
- Es wurden energieautarke Bodensonden entwickelt, um relevante Umwelt- und Physiologieparameter von Stadtbäumen kontinuierlich zu erfassen. Klimamodelle nutzen diese Daten, um Aussagen über das „Wohlbefinden“ von Bäumen, über Einflüsse von Umweltparametern auf Standortbedingungen und über die vielfältigen Ökosystemleistungen von Stadtbäumen zu gewinnen.
- In einem transdisziplinären Ansatz wurde des Weiteren die Wahrnehmung und Bewertung urbaner Vegetation durch Bürger:innen untersucht. Dabei lag der besondere Fokus auf dem wahrgenommenen sozio-kulturellen Nutzen von Stadtbäumen, dies in Abhängigkeit von Personenmerkmalen (Alter, Geschlecht, Lebenssituation, kultureller Hintergrund). Durch Reallabor-Experimente in Freiburg und Karlsruhe wurden Bürger:innen über die Wichtigkeit von urbanem Stadtgrün aufgeklärt, über die Ökosystemleistungen von urbanen Bäumen, sowie über die Inhalte des Projektes informiert.
Impressionen der Abschlussveranstaltung vom 30.06.2026

