PROLOK

Prozessschema für lokal-spezifische Hitzeanpassung in kleinen Kommunen

Gesundheit, Wohlergehen und Lebensqualität sind durch zunehmende Hitze gefährdet. Es bedarf des Aufbaus von Kompetenzen und konkreten Maßnahmen zum Umgang mit den fortschreitenden Veränderungen durch den Klimawandel. Bisher gibt es keine systematische Vorgehensweise zum Umgang mit Hitze in kleinen Kommunen (Stadt-Umland-Beziehungen). Daher sind gerade kleine Kommunen mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen die Zielgruppe dieses Projektes. Die Zielsetzung ist der Aufbau von Kapazitäten zum präventiven und innovativen Umgang mit Hitzegefährdung als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung mit Fokus auf kleine Kommunen (aufbauend auf dem transdisziplinären Projekt LoKlim, 2020 – 2023). Mehr zu LoKlim

Vogelperspektive auf eine Gemeinde mit vielen Häusern. Johannes Meger Photography
Pilotgemeinde Ihringen

Projektbeteiligte

► Universität Freiburg: Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, Dr. Dennis Fila

► Karlsruher Institut für Technologie: Prof. Dr. Joaquim Pinto, Dr. Hans Schipper, Christine Mihalyfi-Dean

► Praxispartner: Beratungsbüro Klima Plus (Stefanie Lorenz, Dr. Bastian Paas), Regionalverband Südlicher Oberrhein, Ihringen am Kaiserstuhl, Edingen-Neckarhausen (Rhein-Neckar-Kreis), Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis)

Impressionen


Impact und Beiträge

Datum Quelle Kurzbeschreibung Links
05.05.2026 Webauftritt von Julia Schneider (MdB)

Gutes Klima in der Kommune – wo Begrünung und Gemeinschaft wächst

Die Klimakrise ist längst im Alltag der Menschen angekommen: Immer häufiger treten in Deutschland extreme Hitzeperioden auf – und auch auf dem Land machen sie Leben und Arbeiten zur Belastung. 

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06.04.2026 SWR Aktuell Baden-Württemberg
Droht ein Hitzesommer in BW? Was wir tun können

Hitze, Starkregen, Dürre - Droht ein neuer Rekordsommer? Ein mögliches "Super-El Niño" sorgt derzeit für Besorgnis. Hat das Auswirkungen auf Baden-Württemberg? Wie bereiten wir uns auf Hitzesommer vor?

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17.09.2025 3Sat NANO Videobeitrag "Immer weniger Fluginsekten in Deutschland" 

Beitrag Hitzeschutz-Pilotprojekt für kleine Kommunen (ab Minute 20:50)

In Ihringen, einer der heißesten Gemeinden Deutschlands, wird der Klimawandel zunehmend zur Belastung. Besonders Kinder, Schwangere und Ältere leiden unter Hitzewellen. Das Projekt PROLOK – initiiert von der Uni Freiburg und dem KIT – soll kleinen Kommunen helfen, trotz begrenzter Ressourcen wirksame Hitzeschutzmaßnahmen zu entwickeln. In Workshops wurden gemeinsam mit den Bürgern erste Konzepte erarbeitet, etwa Schattenplätze, Lüftungskonzepte in Schulen oder digitale Infos zu Hitzetagen. Ihringen hat damit erste Schritte gemacht – ein Modell, das nun auch auf andere Gemeinden übertragen werden soll.

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21.08.2025 SWR Kultur

Hörbeitrag: "Wenn Hitze zur Bedrohung wird - Wie können wir uns schützen?"

Temperaturen über 30 Grad und nachts kaum Abkühlung. Das geht aufs Gemüt, auf die Konzentration, vor allem geht es an die Gesundheit. Hitze wie in den vergangenen Wochen trifft uns alle, aber besonders Kinder und ältere Menschen. Hitzewellen als Folge des Klimawandels werden in Zukunft häufiger auftreten, sagen die Experten.

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13.08.2025 Tagesschau

Große Hitze fordert kleine Kommunen besonders 

Hitze beeinträchtigt die Gesundheit. Hitzeschutz ist deshalb schon in vielen Großstädten Thema. Anders sieht es in kleinen Gemeinden aus. Sie haben dafür wenig Ressourcen - doch es tut sich was.

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26.03.2025 SWR

Klimakrise in Baden-Württemberg: Wie macht sich die Klimakrise in deiner Gemeinde bemerkbar? 

2024 war seit Messbeginn das drittwärmste Jahr in Baden-Württemberg. Das geht aus dem Klima-Jahresrückblick hervor. Wir zeigen, in welchen Gemeinden die Temperaturen am stärksten gestiegen sind.

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26.03.2025 Badische Zeitung
Regionalverband Südlicher Oberrhein fördert Klimaanpassung in Ihringen 
Der Klimawandel verändert die Region: Das PROLOK-Projekt in Ihringen entwickelt Lösungen zur Hitzeanpassung. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein plant, es auf weitere Orte auszudehnen. 
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17.11.2024 Badische Zeitung

Ihringen ist Pilotkommune bei einem Forschungsprojekt zum Thema Hitzeschutz

Ihringen am Kaiserstuhl kämpft mit steigenden Temperaturen. Wie können sich kleine Kommunen besser vor Hitze schützen – trotz leerer Kassen und mit wenig Personal? Darum geht es in einem Forschungsprojekt.

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31.10.2024 Pressemitteilung Universität Freiburg

Forschung für mehr Hitzeschutz: Ihringen ist Pilotkommune

Das Projekt PROLOK und die Gemeinde Ihringen erforschen gemeinsam neue Wege für den Hitzeschutz in kleinen Kommunen. PROLOK ist ein Projekt des Innovationscampus Nachhaltigkeit, einer gemeinsamen Initiative der Universität Freiburg und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

zur Pressemitteilung

 

Veranstaltungen

Gruppenfoto von Teilnehmern einer Informationsveranstaltung des PROLOK-Projekts vor einer Leinwand. Dennis Fila

Am 22. April veranstaltete PROLOK eine Vernetzungsveranstaltung in Freiburg, die den Austausch zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis in den Mittelpunkt stellte. Ziel war es, gemeinsam Herausforderungen zu diskutieren und konkrete Lösungsansätze für den Umgang mit Hitze weiterzuentwickeln.

Vertreter:innen aus Kommunen unterschiedlicher Regionen brachten ihre Erfahrungen ein, benannten zentrale Herausforderungen und diskutierten praxistaugliche Ansätze für die kommunale Hitzeanpassung. Nach einer kurzen Podiumsdiskussion wurde auch in drei thematischen Workshops deutlich, wie wichtig strukturierte Vorgehensweisen sind, gleichzeitig aber auch flexible Lösungen benötigt werden, die sich an unterschiedliche lokale Gegebenheiten anpassen lassen. 

Die Veranstaltung bot einen wichtigen Rahmen für Vernetzung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung praxisnaher Lösungen und die intensive Beteiligung der Teilnehmenden unterstrich das hohe Engagement und die Relevanz des Themas. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die weitere Arbeit von PROLOK ein, mit dem Ziel, Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Hitzeaktionspläne zu unterstützen. (zum LinkedIn-Beitrag)

Beim dritten Netzwerktreffen „Klimawandel und Gesundheit“ im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hatte u.a. PROLOK Gelegenheit, seine Ansätze zur Hitzeaktionsplanung vorzustellen. In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden standen praxisnahe Fragen zu Wirkung, Aufwand, Ansprache vulnerabler Gruppen und Übertragbarkeit im Fokus. Deutlich wurde die Bedeutung konkreter, alltagstauglicher Lösungen für Kommunen, sowie die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Politik, Wissenschaft und sozialen Einrichtungen, um den Gesundheitsschutz in Zeiten des Klimawandels zu stärken. Mehr zum Netzwerk "Klimawandel und Gesundheit"

Drei Personen an einem Podium mit Laptops und Mikrofonen während einer Diskussionsrunde. Johannes Dorn

Die PROLOK Projektleitung wurde von der Grünen Bundestagsfraktion eingeladen, das Projekt beim Kommunalkongress „Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort“ im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin vorzustellen. Dr. Dennis Fila brachte sich gerne in der Session „Gutes Klima in der Kommune – Wo Begrünung und Gemeinschaft wächst“ ein. Hier wurde deutlich, wie zentral die Frage der Hitzeanpassung auch außerhalb urbaner Räume ist. 

Dieser Austausch mit kommunalpolitischen Akteur:innen aus ganz Deutschland unterstreicht die Relevanz von PROLOK. Die Diskussionen zeigten, wie eng Themen wie Lebensqualität, Gesundheit, Daseinsvorsorge und Klimaanpassung miteinander verknüpft sind. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig praxistaugliche Lösungen sind, die sich mit den vorhandenen Ressourcen vor Ort umsetzen lassen. (zum LinkedIn-Beitrag)

Outdoor-Podiumsdiskussion mit Zuhörern und Informationsplakaten bei sonnigem Wetter im Park. Miriam Jordan

Beim diesjährigen Thema „Stadt der Zukunft“ ging es unter anderem um die Themen Smart Citys, Stadtplanung und Architektur, Nachhaltigkeit, Energieversorgung, Mobilität und Digitalisierung. Im Rahmen der KIT Science Week präsentierten sich die ICN-Projekte am Friedrichsplatz in Karlsruhe mit einer Plakatausstellung und im MobiLab – direkt vor dem Naturkundemuseum.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Vertreter des KIT und einem Impulsvortrag zur städtischen Klimaentwicklung wurde auch das ICN-Projekt PROLOK vorgestellt. Die anschließende Diskussion zur Stadtentwicklung bot spannende Einblicke und regte zum Austausch an.

Das MobiLab war die ganze Woche über geöffnet. Zum LinkedIn-Beitrag 

Vortrag zur kreisweiten Klimaanalyse vor Publikum in einem Seminarraum. Dennis Fila

Vernetzung für mehr Hitzeschutz in Kommunen

Im Mai 2025 trafen sich über 40 Teilnehmende aus Kommunen, Wissenschaft und Verwaltung in Freiburg zum ersten Vernetzungstreffen des Projekts PROLOK. Ziel war der Austausch über die Entwicklung von Hitzeaktionsplänen für kleine Kommunen, ein zentraler Baustein zur Anpassung an zunehmende Extremtemperaturen.

Neben fachlichen Impulsen durch Übersichtsvorträge bot die Veranstaltung Raum für lebendige Diskussionen und praxisnahe Ideen. Die Beiträge der Teilnehmenden lieferten wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung des PROLOK-Prozessschemas.

PROLOK ist ein gemeinsames Projekt des Süddeutschen Klimabüros am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Büro KlimaPlus und dem Verband Region Südlicher Oberrhein, unter dem Dach des Innovationscampus Nachhaltigkeit (ICN).

Ein besonderer Dank gilt der Kommune Ihringen, die das Projekt mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement maßgeblich unterstützt.

Arzt hält digital dargestellte menschliche Lunge mit Entzündungsherden vor hellem Hintergrund. KIT TRIANGEL

Mitte März 2025 fand die Wissenswoche Health statt und der ICN war auch mit dabei. Am Freitag, den 21.3. luden ab 12:15 Uhr Impulsvorträge des ICN im Triangle Space zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein. Dabei erfuhren die Teilnehmenden unter anderem, wie Grünflächen und Stadtbäume dazu beitragen, urbane Lebensräume entlang des Oberrheingrabens an den Klimawandel anzupassen, wie Mensen und Betriebskantinen klima- und ressourcenschonend gestaltet werden und wie wir mit Hitze umgehen können. Mehr

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